Alter 54 Jahre
Diagnose Koronare Herzkrankheit (KHK)
Behandlung OP, 4 Bypässe
Wohnort Wiesbaden
Vier Bypässe trotz 20 Jahre herkömmlicher Herz-Vorsorge: „Zum Glück habe ich die Cardisiographie gemacht – so konnte meine Herzerkrankung noch rechtzeitig behandelt werden“
In den vergangenen etwa 20 Jahren war ich jedes Jahr beim Kardiologen zur Kontrolle. Es wurden Herz-Ultraschall-Untersuchungen gemacht, Belastungs-EKGs und weitere Standarddiagnostik. Nie wurde dabei eine Herzerkrankung festgestellt. Immer hieß es: Alles sei in Ordnung. Deshalb hat es mich stutzig gemacht, als ich im Osterurlaub 2025 merkte, dass ich bei einer E-Bike-Tour die Anstiege nicht mehr gut hochkam. Ich war ungewöhnlich schnell erschöpft. Noch im Urlaub begann ich zu googeln und stieß dabei auf den speziellen 3D Herz-Check mit KI-Auswertung – die Cardisiographie. Über die Praxissuche fand ich Frau Dr. Melz. Gleich nach dem Urlaub ließ ich in ihrer Praxis in Glashütten eine Cardisiographie durchführen.
Das Ergebnis war ein Schock: Der Befund war knallrot – die KI des Systems hatte eine auffällige, möglicherweise verminderte Durchblutung des Herzmuskels erkannt. Bei mir stand alles auf Alarm. Frau Dr. Melz riet mir dringend, das schnell weiter abklären zu lassen. Ich fuhr daraufhin ins Krankenhaus nach Bad Nauheim. Dort bestätigte sich der Verdacht: Ich litt an einer ausgeprägten koronaren Herzkrankheit (KHK) und erhielt deshalb vier Bypässe. Das war im Mai 2025.
Ich bin wahnsinnig froh, dass ich zufällig auf die Cardisiographie gestoßen bin. Sie hat meine KHK erkannt – zu einem Zeitpunkt, an dem mir dadurch noch rechtzeitig geholfen werden konnte. Das hat mir letztlich das Leben gerettet. Dafür bin ich zutiefst dankbar.
Warum ich überhaupt so regelmäßig beim Kardiologen war, hat eine Vorgeschichte. Vor circa 20 Jahren, ich war Mitte 30, stellte ich mich wegen eines Druckgefühls in der Brust beim Kardiologen vor. Damals rauchte ich noch. Wegen meines jungen Alters und weil ich sportlich war, hieß es zunächst, ich bilde mir das vermutlich ein. Trotzdem wurde ein Herzkatheter durchgeführt. Dabei wurde eine Arterie etwas geweitet, ein Stent war nicht nötig. Ich bekam Cholesterinsenker und Blutverdünner, die ich bis heute einnehme. Mein Blutdruck war damals wie heute „ideal“.
Ich arbeite auf dem Betriebshof und bin es gewohnt, körperlich aktiv zu sein und Verantwortung zu tragen. Dass ausgerechnet mein Herz mir eines Tages so massive Probleme bereiten würde, hätte ich nicht erwartet. Rückblickend vermute ich, dass eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielen könnte: Meine Mutter starb mit 59 Jahren – sie ist einfach „umgefallen“. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt. Bei meinem Vater wussten wir nicht, wie es um seine Herzgesundheit stand. Er starb bei einem Autounfall, als ich drei Jahre alt war.
Sport war immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich bin viel gelaufen, Rad gefahren, habe geboxt und Zirkeltraining gemacht. Bei 1,85 m Körpergröße lag mein Gewicht lange bei etwa 90 Kilogramm. 2019 habe ich sogar an einem 24-Stunden-Lauf teilgenommen und einen Marathon absolviert. Während der Pandemie habe ich leider rund 30 Kilogramm zugenommen, die ich bisher noch nicht wieder losgeworden bin. Aktuell gehe ich einmal pro Woche ins Fitnessstudio. Außerdem bin ich mit meiner Frau und Freunden leidenschaftlich beim Geocaching unterwegs.
Gerne möchte ich nun wieder mehr für meine Gesundheit tun, mehr Sport machen, abnehmen und meinen Lebensstil verbessern. Dabei möchte ich mich auch von einem Sportkardiologen beraten lassen, um mein Training sicher und sinnvoll aufzubauen.
Seine Geschichte hat er auch den Reportern vom Hessischen Rundfunkt erzählt. Hier geht es zum Video in der ARD Mediathek.
Februar 2026